
Eurofighter Typhoon Austria
Der Vertrag
Die wichtigsten Vertragsinhalte im Überblick
Die Eurofighter GmbH liefert 18 einsitzige Flugzeuge mit der notwendigen Funk- und Radarausrüstung. Alle Flugzeuge besitzen eine Bordkanone und Waffenstationen zur Aufnahme zusätzlicher Luft-Luft- Waffen. Im Lieferumfang sind auch Teile der Pilotenausbildung sowie die Ausbildung der Techniker enthalten. Dazu kommen noch die notwendigen Spezialwerkzeuge, Ersatzteile sowie ein Flugsimulator mit den dafür erforderlichen Kontroll- und Wartungseinrichtungen.
Eurofighter Typhoon ImageBeim Preis wurden erwartete Kostensenkungen bereits berücksichtigt. Die vereinbarte Kaufsumme beträgt nunmehr 1,959 Milliarden Euro, die sich daraus ergibt, dass aufgrund vereinbarter günstiger Zinssätze der ursprünglich beabsichtigte Kaufpreis von 1,969 Milliarden noch um 10 Millionen reduziert werden konnte. Diese Summe ist in 18 Halbjahresraten aufgrund der Bestimmungen des Budgetbegleitgesetzes ab 2007 zu bezahlen. Das Vertragswerk umfaßt ca. 700 Seiten. Die Vertragspunkte Zahlungsbestimmungen, Finanzierung und Haftung wurden von der Österreichischen Bundesfinanzierungsagentur (ÖBFA) und vom Bundesministerium für Finanzen unter Einbindung des Bundesministeriums für Landesverteidigung mit dem Vertragspartner verhandelt und festgeschrieben. Die Veröffentlichung des Vertrages ist - wie es international üblich ist - zum Schutz der anderen Betreiberländer und des Herstellers untersagt.
Im Juni 2007 wurde zwischen der Eurofighter GmbH und dem BMLV eine Grundsatzvereinbarung zur Kostenreduzierung beschlossen. Die Vereinbarung beinhaltet:
- die Lieferung von 15 Flugzeugen des letzten Fähigkeitsstandards der Tranche 1,
- die strikte Anpassung der Ausstattung der Flugzeuge auf die Aufgabe Luftraumüberwachung,
- eine Preisreduktion beim bereits verhandelten, aber noch zu unterschreibenden Betreuungsvertrag.
Damit wurde eine Kostenreduzierung von rund € 370 Millionen erreicht.

